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Motortuning; Porsche 550 Spyder Replica

  Teil 2   

Nach immerhin vier Monaten haben alle bestellten und überarbeiteten Teile wieder zusammen     

gefunden. Die Montage erfolgte in Darmstadt bei "Ecki". Ohne seine Erfahrung und Ersatz-

teilfundus wäre das ganze Thema sehr viel schwieriger, wenn nicht gar unmöglich gewesen.

 

 

 

Ausgangsituation:

 1914 ccm (94x69) mit 44er Dellortos, 112 PS bei 5600 1/min trotz leicht defekter 326° Nockenwelle

 

 

Winter 04/05:

zerlegt, gereinigt, Kurbelwellenlager im Block vermessen (perfekt!), neue 76mm Kurbelwelle von CB-

performance, neue 5,5 inch CB-Pleuel (wie Carillo), 100 Gramm leichter als Serie!, neue geschmiedete

Mahle Kolben 94mm mit neuen Zylindern. Quetschfläche auf der Brennraumunterseite zur Halbkugel

ausgerundet, Übergänge Ventilsitze zum Brennraum geglättet, Brennräume ausgelitert (10,8:1) Ventilsitze

gefräst, Ventile leicht überdreht und strömungsgünstig nachbearbeitet, Ventilführungen waren wie neu

(Laufleistung lt. Tacho 13000 KM). Neue (weichere) Schrick Ventilfedern (72 KG statt vorher 85 KG bei

vollem Hub), neue Titan Ventilteller, schwere Chrommoly-Stößelstangen durch HD-Alu-Stößelstangen

ersetzt (50 Gramm statt 93 Gramm), leichte Stößel (43 Gramm) statt Serie (100 Gramm), hierfür

Messingbüchsen in Block eingesetzt, Kipphebel 1:1,25 in Verbindung mit Schleicher 324° Nocke,

Schwungscheibe 8-fach verstiftet, auf 4,5 KG erleichtert und mit KW (getrennt voneinander) fein-

gewuchtet, Kennedy Stage 1 Kupplung, 009-Verteiler auf Compufire umgerüstet

 

 

 

Herzstück des Motors ist eine Kurbelwelle die einen Hubraum von

2.1 Litern ermöglicht

 

 

Schwungscheibe und Kupplungskorb allerdings wurde der Korb dann

nochmal gegen ein höherwertigeres Teil ausgetauscht.

...

 


 

Darmstadt-München in 2.5 Stunden - wäre doch interessant gewesen wie

schnell man wäre wenn der Boxer auch noch die Hinterräder des aktuellen

Mini Coopers angetrieben hätte..dann wäre es ja ein Mini 8 Zylinder mit

insgesamt 260 PS gewesen...
 


 

Ventile einstellen macht man idealerweise bei ausgebautem

Motor, das ist bequemer. Ventilfedern wurden weicher

genommen weil ja auch die bewegten Massen - leichtere Kipphebel

und Stösselstangen aus Titan eingebaut wurden.

 

 

The Power and the Glory - neue Zylinder, bearbeitete Köpfe, abgedrehte

Schwungscheibe und überhaupt stammt eigentlich nur noch das Motorgehäuse aus

einem Mexiko-Käfer alles was "drin" wohnt sind Performance Parts

die nie in einem Käfer verbaut wurden.

.
 

 

Für ein schnelles Hochdrehen des Motors wurde die Schwungscheibe

maximal erleichtert. Maximal heisst - bis zu den Befestigungschrauben.

 

 

 

Die Befestigung der Ventildeckel und das Käfer UrProblem mit undichten

Ventildeckeln wurde mit genau abgemessenen Distanzschrauben

behoben. Der Ventildeckel sitzt jetzt "bombenfest"
 


 

 

Nach dem Ventile einstellen wurde der Rumpfmotor komplettiert;

Lichtmaschine, Anlasser, Verteiler, Öleinfüllvorrichtung wurden

wieder montiert...Zu sehen auch die (schwarze) verstärkte Kennedy-

Kupplung

 

 

Die ideale Zeit um solche Arbeiten in aller Ruhe zu machen ist nachts.

Da klingelt kein Telefon und niemand stört...
 

 

Ich ertappte mich schon bei dem Gedanken ein solches Prachtmaschinchen

in ein leichtes Porsche 912er Gehäuse zu setzen...Ein 912er mit 150-160 PS wäre

doch obergross ?
 

 

Noch einmal das Gehäuse in Ruhe betrachtet - zwischen Rückwand und

Getriebe soll der Motor wieder rein - kein Kran - einfach nur

zwei Oberarme und das Ding langsam hineinrutschen lassen.
 


 

 

"Hochzeit bei einem 550er"

 

Das hineinrutschen ist etwas kniffelig - weil ja der verzahnte Dorn vom

Getriebeausgang auch im Motor "fluchten" muss. Wir setzten uns dafür auf die

Hinterräder und schoben den Wagen leicht vor und zurück - damit drehte sich auch

der Dorn vom Getriebe und "rutschte" irgendwann in die Führung.

Sehr angenehm. Mit zwei Schrauben fixierten wir den Motor am

Getriebe und noch auf den Rädern sitzend klatschten wir uns ein

"High-Five"  über den frischen Motor. Zeit für ein Bier.

 

 

Soderle - wie man in Bayern auch gerne sagt - sitzt passt und hat Luft

jetzt kommen noch die Vergaser drauf und die Verkabelung

wird angeschlossen und mit etwas Glück gibt es bald einen Startversuch....
 

 

Was für ein Vergnügen an einem "Fahrzeug" zu schrauben bei

dem man den Motor mit 4 Händen ein- und ausbauen kann...

 

"Weniger ist mehr" (Mies van de Rohe)


 

to be continued...
 

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