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Restauration Reparatur

1966 Porsche 912 Coupe

Ausgangspostion: Zustand 4-

 

 

Massachusetts, USA - New York - Rotterdam - Rom - München

Der kleine Porsch hat seinen Eigentümer bis nach München

gebracht und wurde dann vor unserer Türe abgestellt und der

Schlüssel im Briefkasten eingeworfen.


 

 

 

....Motorraum mit zwei Solex Doppelvergasern nach ca. 3000KM durch

den europäischen Winter-  Dreck wohin das Auge blickt nur die

neue Zündspule glänzt tapfer...
 

 

Originallackierung war rot - danach irgendwann hellgrau

lackiert dieser Lack  wurde aber nie poliert.
 

 

...abplatzender Chrom kommt oft vor wenn

die Felgen besonders alt sind oder die Bremssättel hängen

und damit die Felge erhitzen...
 

..Kampfspuren der vergangenen 40 Jahre...

 

 

..."rusty floors" unnötigerweise aber dazu später...
 

 

Lt. Kundendienstscheckheft war die Inbetriebnahme im Dezember

1966 in Kalifornien - nach Fahrgestellnummer und Porsche Bibel ist es aber

ein 67er Modell was nicht weiter ungewöhnlich ist weil bei Porsche ab Oktober /nach den Werksferien/ immer schon die Modellreihe des nächsten Jahres produziert hat

so gibt es also im Oktober 66 produziere Modelle die als 67er Spezifikation

erfasst sind.
 

 

...hier hat jemand schonmal investiert und ein neues

Frontblech mit den.....

 

 

...wichtigen Drehstabaufnahmen investiert. Leider hat es

wohl nicht zu neuen Fahrwerksgummis in der Ecke gereicht und

auch eine Konservierung gegen Rost fand man überflüssig...

 

 

...Trocknung des Motorraums und natürlich sind die

Haubendämpfer - "end of life" - aber das ist leicht

zu beheben. Leider hat die Stützstange wohl schon seit

Jahren ihren Dienst so getan und zwei Dellen in de

sonst guten Haube hinterlassen. Am falschen Ende

gespart würden wir sagen, aber vielleicht sind wir

auch nur Spiesser...

 

 

...Das Thema Rost ist wohl bei jedem 11er Gehäuse von 65 bis 75 ein Thema,

in diesem Fall ist es aber die Schuld der diversen Vorbesitzer warum dieser Wagen

völlig unnötigerweise von innen nach aussen rostet....

 

 

...Noch ein Klassiker - die Fahrwerksbuchsen halten das Lager in der

Mitte - sind die Buchsen ausgeschlagen federt die Ecke zwar noch

aber die Führung und Strassenlage der Räder leidet - diese Arbeiten haben wir

bereit an verschiedenen Elfern gemacht - kein schöner Job aber notwendig ....

 

 

...Luftfilter haben wohl eine Reinigung verdient - die Solex arbeiten soweit

die Probefahrt gezeigt hat recht synchron und sauber....

 

 

...Ölspuren vom Motor zu den Lüftungsklappen der Heizung

heisst - da ist was undicht - das wird sich klären wenn der

Motor ausgebaut und zerlegt ist....

 

 

...Wenn Rost nicht ein erklärter Feind des Oldtimerbesitzers wäre -

die entstandenen Farben von Hitze Salz und Sauerstoff sind jedenfalls

ein farbenfrohes Naturschauspiel....

 

 

...zwischen Motor und Getriebe im Vordergrund die Tachowelle

und dahinter das Schaltgestänge da ist wohl auch

etwas undicht - evtl. Getriebesimmering....

 

 

..."sealed Beam" Scheinwerfer - eine glorreiche Erfindung? der Amis - keine

Feuchtigkeit kann eindringen und den Reflektor zerstören - wenn das Birnchen

durchbrennt kauft man sich einen kompletten Scheinwerfer im Supermarkt

für 12 bucks (Walmart) einfach neu. Hier in Deutschland sind die leider verboten

bzw. nicht TÜV konform. Aber bei diesem Auto ist der Weg zum TÜV noch eine

Weile hin....

 

 

...Das Werkzeugfach mit einem Ablaufloch am Boden - auch ziemlich

ungepflegt aber nix durchgefault. Der 68er 912 hatte den Bremsflüssikeits-

behälter seitlich im Kofferraum - das 67er Modell im Werkzeugfach und

ich vermute der Hauptbremszylinder liegt über der Vorderachse...

 

 

...Warum rostet ein Porsche von innen nach aussen ? Unter den Gummimatten

befindet sich eine Dämmmatte von Werk die aus Fasern besteht - die dämmt auch

prima aber nimmt gleichzeitig alles Wasser auf was durch die undichten Türen

oder Scheibenrahmen läuft. Mit den darüberliegenden Gummimatten trocknet das

niemals ab sondern gammelt still und leise jahrelang - bis das Blech nach

unten durchgefault ist...so etwas ist sehr ärgerlich weil sich wohl in 40

Autojahren niemand darüber Gedanken gemacht hat....

 

 

...erste Massnahme - den Wagen trockenlegen, d.h. die feuchten festgeklebten

Matten rausreissen und wegwerfen - Vorteil dieser Arbeit; man findet jede

Menge Centstücke der vergangenen 40 Autojahre...sonst gibt es keine

Vorteile nur viel Staub, Rost und Dreck.

 

 

...auf diesem Foto schlecht zu erkennen aber der Bereich um die Absätze

der Füsse ist löchrig wie Tilsiter Käse - hier muss ein halber qm frisches

Blech rein....Die umliegenden Rahmenbereiche sind gottseidank

nicht betroffen nur angegammelt sonst wäre das ein Todesurteil für

unseren tapferen Zuffenhausner...
 

 

...Nach einer Stunde Kratzarbeit mit einem Brecheisen und Schraubenzieher

und herauskehren der alten Bodenbelagsfarbe (durch die Rostöcher)

und Rostpartikel haben sich unterm Auto zwei stattliche Haufen Dreck

angesammelt...jetzt kann der Bodenbereich endlich mal wieder

abtrocknen bevor die schlechten Bleche herausgetrennt werden und

der Rest mit Fertan und Co behandelt wird.....

 

...We get you back in shape !

to be continued April 2006

 


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